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	<title>Trading CFD &#187; Ludwig</title>
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		<title>Anleihen: „Kuh vom Eis“ in Sachen Griechenland</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Mar 2010 02:06:02 +0000</pubDate>
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<p>26. März 2010. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Weiter dreht sich an den Staatsanleihemärkten alles um die Hellenen: „Die Entscheidung über mögliche Hilfen für Griechenland hielt die ganze Woche die Märkte in Atem“, berichtet etwa Arthur Brunner von ICF Kursmakler. Während zu Anfang der Woche noch die Sorgen dominierten und die Renditeaufschläge für Anleihen der PIIG-Staaten (Portugal, Irland, Italien, Griechenland) in die Höhe trieben, kam gestern der Umschwung. „In Sachen Griechenland ist die Kuh jetzt vom Eis“, urteilt Gregor Daniel von der Walter Ludwig Wertpapierhandelsgesellschaft und verweist auf die auf dem EU-Gipfel vereinbarte Unterstützung durch den IWF sowie durch bilaterale Kredite. Die Maßnahmen sind allerdings nur für den äußersten Notfall gedacht. </p>
<div><span><img alt="" src="http://www.boerse-frankfurt.de/DE/MediaLibrary/Image/70_interview_partner/10_a_g/brunner_120x125.jpg" /><br />
Brunner<br />
</span></div>
<p>„Die zehnjährige griechische Staatsanleihe konnte den Renditeabstand zur Bundesanleihe seit Montag um 32 auf jetzt 305 Basispunkte verringern“, meldet Arthur Brunner. Auch die Äußerung von EZB-Chef Trichet, dass die reduzierten Anforderungen an zentralbankfähige Sicherheiten vorerst beibehalten werden sollen, trug zur Entspannung bei. Bundesanleihen tendierten bei festen Aktienmärkten wieder schwächer. Nachdem der Euro-Bund-Future in den Tagen zuvor klar über 123 notiert und am Dienstag zwischenzeitlich sogar 123,78 Prozent erreicht hatte, fiel er gestern zurück und liegt heute zur Mittagszeit bei 122,69. Eine zehnjährige Bundesanleihe bringt eine Rendite von 3,13 Prozent.</p>
<h4>Portugal-Herabstufung ohne große Folgen</h4>
<p>Zu Beginn der Woche hatte das noch etwas anders ausgesehen: Auch die Herabstufung der langfristigen Schulden Portugals von AA auf AA- durch die Ratingagentur Fitch hatte nicht gerade dazu beigetragen, die durch die immense Verschuldung vieler Länder bedingte Skepsis abzuschütteln. „An den Kapitalmärkten führte die Portugalherabstufung allerdings zu keinen großen Verwerfungen“, kommentiert Klaus Stopp von der Baader Bank. „Der Bund-Future hat davon nur kurzfristig profitiert“, meint auch Gregor Daniel. </p>
<p>Die vielen US-Treasury-Versteigerungen, die offenbar etwas zögerlicher verliefen als erwartet, trüben die Stimmung an den Anleihemärkten nun noch zusätzlich. Die Baader Bank berichtet von rekordverdächtigen Refinanzierungsvolumina in dieser Woche: Neben 31 Milliarden US-Dollar als 4-Wochen-, 28 als 3-Monats- und 29 als 6-Monats T-Bills seien noch weitere 118 Milliarden als 2-, 5- und 7-jährige T-Bonds emittiert worden. </p>
<div><span><img alt="" src="http://www.boerse-frankfurt.de/DE/MediaLibrary/Image/70_interview_partner/10_a_g/daniel_120x125.jpg" /><br />
Daniel<br />
</span></div>
<h4>IKB-Anleihen von Presseberichten beflügelt</h4>
<p>Neben diversen Aufstockungen von Staatsanleihen standen in dieser Woche abermals zahlreiche Neuemissionen von Unternehmen an. „Am Primärmarkt geben sich weiterhin die Emittenten die Klinke in die Hand“, schreibt die Baader Bank. Emission folge auf Emission. Deutlich zulegen können heute Anleihen der IKB (WKN 859275 und A0BDRX), wie Gregor Daniel berichtet: „Hier gibt es Gerüchte über einen Ausstieg von Lone Star“, erläutert er. Arthur Brunner meldet Ähnliches von einer Nachranganleihe der IKB (WKN 273032). Zeitungsberichten zufolge lotet der US-Finanzinvestor den Verkauf der Mittelstandsbank aus. Lone Star hatte die krisengeschüttelte Bank im Herbst 2008 übernommen. Am Markt wird der Ausstieg offenbar positiv bewertet. </p>
<h4>Merck-Anleihen kommen gut an </h4>
<p>Die in der vergangenen Woche begebenen Anleihen von Merck Financial Services kamen gut an, wie Daniel außerdem meldet. Die Emission setzt sich aus drei Tranchen (WKN A1C981, A1C982, A1C983) mit Laufzeiten von zwei, fünf und zehn Jahren zusammen, die Walter Ludwig Wertpapierhandelsgesellschaft ist Skontroführer bei der Tranche mit mittlerer Laufzeit. </p>
<p>&#169; 26. März 2010 / Anna-Maria Borse</p>
<p>© Deutsche Börse AG</p>


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		<title>Anleihen: Rendite macht das Rennen</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 15:23:53 +0000</pubDate>
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<p>19. März 2010. FRANKFURT (Börse Frankfurt). „Die Wirtschaft kommt nicht in Schwung und das beflügelt die Rentenmärkte, so könnte man in einem Satz das Geschehen dieser Woche zusammenfassen“, resümiert Arthur Brunner von ICF Kursmakler. Allerdings stelle sich die Lage doch etwas komplexer dar. Der strenge Winter und die weiterhin bestehende Verunsicherung bedingt durch die Situation in Griechenland seien nach Meinung der Volkswirte die Gründe dafür, dass der ZEW Konjunkturausblick mit 44,5 zum sechsten Mal in Folge rückläufig gewesen sei. Die Mehrheit der befragten Unternehmen sieht die Geschäftsentwicklung für das nächste halbe Jahr negativ. Auch besteht bezüglich der Preisentwicklung keinerlei Handlungsbedarf für die Notenbanken. Der nachlassende Inflationsdruck und ein weiterhin stagnierender Arbeitsmarkt wurden auch als Gründe angeführt, warum die amerikanische Notenbank in den USA am Dienstag den Leitzins unverändert bei 0 bis 0,25 Prozent beließ und gleichzeitig verkündete, dass dieser noch über einen längeren Zeitraum sehr niedrig bleiben werde.</p>
<div><span><img alt="" src="http://www.boerse-frankfurt.de/DE/MediaLibrary/Image/70_interview_partner/10_a_g/brunner_120x125.jpg" /><span><br />
Brunner</span></span></div>
<p>Zum Thema Griechenland herrscht immer noch keine Klarheit, wie eine konkrete Hilfe aussehen könnte. Neben verfassungsrechtlichen Bedenken seitens der Bundesregierung will man auch einen neuen Angriff der Spekulanten vermeiden, die wohl sehr schnell austesten würden, was konkrete Hilfeversprechen in der Praxis wert wären. „All diese Faktoren wirken sich stützend auf die Rentenmärkte aus und so notierte der Bund- Future diese Woche wieder über der Marke von 123 Punkten“, beschreibt Brunner die Lage. Der Renditeabstand griechischer Staatsanleihen zu Bundesanleihen habe seit Montag wieder deutlich angezogen. Im zehnjährigen Bereich stieg der Aufschlag um 21 Basispunkte auf 327 Basispunkte. Vor allem aber im kurzen Laufzeitbereich waren die Kursverluste griechischer Staatsanleihen am größten. „Der größte Spread besteht im Moment bei den dreijährigen Anleihen mit 415 Basispunkten, 51 Basispunkte mehr als zu Wochenanfang“, erzählt der Skontroführer für Anleihen.</p>
<p>Im April und Mai stehen für Griechenland weitere 20 Milliarden Euro zur Finanzierung an, da Anleihen fällig werden“, fügt Gregor Daniel von der Wertpapierhandelsgesellschaft Walter Ludwig zu dem Thema an. Ob die neuen Griechenlandanleihen ihre Abnehmer finden und zu welchem Preis sei schwierig einzuschätzen. Derzeit sei es im Handel um die griechischen Staatspapiere eher ruhig. „Keine Umsätze mehr in der Höhe, wie wir sie vor einigen Wochen gesehen haben.“</p>
<p>„Auf das Jahr gesehen muss sogar ein Volumen von 50 Milliarden Euro am Kapitalmarkt aufgenommen werden, wobei sich ein ähnliches Fragezeichen ergibt“, schreiben die Volkswirte der HSH Nordbank. „Doch selbst wenn dies gelingt, dürften die Zinskosten dem Land schwer zu schaffen machen. Daher drängen die Griechen auf eine Konkretisierung des EU-Hilfspakets, wovon sie sich eine Einengung der Spreads zwischen griechischen Staatstiteln und Bundesanleihen versprechen.“</p>
<p>Der Euro-Bund-Future notiert heute zur Mittagszeit bei 123,16. Eine zehnjährige Bundesanleihe bringt eine Rendite von 3,13 Prozent.</p>
<h4>Renditesuche kommt vor Risiko</h4>
<div><span><img alt="" src="http://www.boerse-frankfurt.de/DE/MediaLibrary/Image/70_interview_partner/10_a_g/daniel_120x125.jpg" /><span><br />
Daniel</span></span></div>
<p>Die niedrigen Zinsen lassen Investoren nach höheren Renditen suchen. „Hochzinsanleihen, Perpetuals oder nachrangige Papiere – man versucht raus zu schnitzen, was möglich ist“, kommentiert Daniel. Gute Umsätze sieht der Skontroführer in der bis 2015 laufenden Venezuela-Anleihe (WKN A0DZ45). Ebenso greifen Investoren nach einer Daueranleihe der GFW Capital (WKN A0JCC9). Das Papier notiert bei 70 Prozent und trägt einen Kupon von 6 Prozent. Eine EIB-Anleihe (WKN A0T7UF), die mit 2,5 Prozent verzinst ist und bis 2012 läuft, wird nur verkauft. Die Händler der Hellwig Wertpaphandelsbank berichten, dass alte Argentinienanleihen in dieser Woche um vier bis fünf Punkte gestiegen sind, ohne dass es eine Geschichte dahinter gebe. Die Alt-Anleihen, z.B. (WKN 130860) werden immer noch ohne Stückzinsen berechnet.</p>
<h4>Genussschein mit Nennwertverlust</h4>
<p>Zu größeren Umsätzen kam es diese Woche in Genussscheinen der ehemaligen HypoRealEstate. „Gründe dafür waren eine Pressemitteilung der deutschen Pfandbriefbank, worauf Anleger in bestimmten Genusscheinen (WKNs 812404, 546325) mit dem Verlust von 99 Prozent des Nennwerts in den nächsten beiden Jahren rechnen müssen“, meldet Brunner.</p>
<h4>Neu am Markt </h4>
<p>Auch in dieser Woche wurden wieder jede Menge Staatsanleihen, u.a. von Spanien und Frankreich platziert. Bei den Unternehmensanleihen ist die Platzierung der Merck Financial Service im Gesamtvolumen von 3,2 Mrd. Euro besonders erwähnenswert. Die Emission setzt sich aus drei Tranchen mit den Laufzeiten zwei Jahre (500Mio, +127 Basispunkte, ISIN XS0497185271), fünf Jahre (1,35 Mrd. +129,6 BP, ISIN XS0497185511) und zehn Jahre (1,35 Mrd. +143,7 Basispunkte, ISIN XS0497186758) zusammen, und notiert deutlich über den Ausgabepreisen. „Die Nachfrage soll immens gewesen sein“, sagt Brunner.</p>
<p>&#169; 19. März 2010 / Dorothee Liebing</p>
<p>© Deutsche Börse AG</p>


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		<title>Roth: &quot;Alle Hundert Jahre sollte ein Staat Pleite gehen&quot;</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Mar 2010 12:39:00 +0000</pubDate>
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Roth</span></span></div>
<p>18. März 2010. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Der Finanzminister hatte eine wahre Herkules-Aufgabe übernommen. Nämlich die, den Staat zu entschulden. Man hatte ein schweres Erbe vom Vorgänger angetreten und es fiel nun der neuen Regierung zu, extrem unangenehme Maßnahmen zu ergreifen, um den Staat wieder handlungsfähig zu machen. Doch der geerbte Staatsbankrott war trotz vielfältiger Versuche nicht mehr abzuwenden. Die drastischen Einschnitte machten die Regierenden zu den meist gehassten Personen des öffentlichen Lebens. Die Bürger gingen auf die Strasse und protestierten, denn sie wollten und konnten die Last der Staatssanierung nicht alleine tragen. Kommt ihnen die Geschichte bekannt vor?</p>
<p>Es handelt sich hierbei nicht um den griechischen Finanzminister im März 2010, wie man meinen könnte. Sondern es handelte sich bei diesem Finanzminister um Abbé Terray und der war Mitte des 18. Jahrhunderts der leidgeprüfte Schatzmeister von König Ludwig XV. von Frankreich. Dieser hatte vom Sonnenkönig Ludwig XIV. ein schweres Erbe übernommen. Abbé Terray fiel nun die Aufgabe der Staatssanierung zu.</p>
<p>Spätestens seit dem Ausbruch der Finanzkrise und der damit verbundenen allgemeinen dramatischen Zuspitzung der Staatsverschuldung wird das Thema Staatspleite wieder heiß diskutiert. In vielen Ländern der Welt ist die Kasse genauso leer wie zu Zeiten des Sonnenkönigs. </p>
<h4>Stehen uns Staatsbankrotte bevor? </h4>
<p>Meine Antwort darauf ist „Ja, natürlich.“. Jetzt werden Sie vielleicht staunen und sich fragen, wie kann der so was sagen? Nun, dass Staaten sich kontinuierlich verschulden ist Teil unseres Geld- und Wirtschaftssystems. Früher oder später können oder wollen sie ihre Schulden nicht mehr bedienen. Die Staatsinsolvenz ist keine Ausnahme sondern ereignet sich in regelmäßigen Abständen. Die Frage ist nicht ob, sondern nur wann das geschieht. Sie glauben mir nicht? In den letzten 200 Jahren hat Spanien bereits achtmal seine Staatsschulden nicht zurückgezahlt, Griechenland fünfmal, Deutschland allein- zweimal im letzten Jahrhundert (1923 und 1948). Auch bestimmte Bundesstaaten der USA haben einst ihre Schulden nicht mehr bedient. Wenn ich Beispiele von Staatspleiten anführe, dann muss ich gar nicht soweit in die Vergangenheit reisen. Die beiden letzten Bankrotteure, die zumindest teilweise ihre Schulden gestrichen haben, waren Russland 1998 und Argentinien 2002. Am Beispiel dieser Länder erkennen wir, dass die Zahlungsunfähigkeit nicht mit dem Ende des Staatsgebildes verbunden ist.</p>
<h4>Wann ist ein Staat pleite? Was sind die Folgen einer Staatsinsolvenz?</h4>
<p>Am Umgang der Verantwortlichen mit einer Überschuldung des Staats hat sich seit Jahrhunderten nichts geändert. Die Regierung hat verschiedene Möglichkeiten, auf eine drohende Insolvenz zu reagieren. Es existieren, wie bei einer Pyramide, verschiedene Stufen des Risikomanagements. Eine Währungsreform ist nur die letzte Stufe davon. Wie wir in Griechenland sehen konnten, neigen zunächst die Regierenden zur Verschleierung der Zahlungskrise. Die kritische Situation wird zunächst verharmlost. Es folgt die Haushaltssanierung mit Ausgabensenkungen durch die Streichung von Sozialleistungen und Subventionen. Höhere Einnahmen sollen durch Steuererhöhungen erzielt werden. </p>
<p>Wenn das nicht ausreicht (und das hat es in der Geschichte der Bundesrepublik noch nie), wird die Druckerpresse womöglich angeworfen. Die Geldmenge wird erhöht. Die Theorie dahinter ist, dass so die Schulden weg inflationiert werden könnten. Nominal würden die Schulden zurückgezahlt, aber das Geld hätte massiv an Kaufkraft verloren. Doch das funktioniert nur, solange keiner das wahre Ausmaß der Krise mitbekommt. Sobald der Kapitalmarkt vom Schuldendesaster und der Inflation erfährt, steigen die Risikoaufschläge und damit die Zinsen für künftige Staatsanleihen. Somit steigen auch wieder die Ausgaben des zuständigen Finanzministers. Das funktionierte auf Dauer nur durch bewusste Desinformation der Öffentlichkeit. </p>
<p>Die nächste Stufe ist eine Schwierige, denn die Regierung müsste die Staatsinsolvenz formell erklären. Damit stellt der Staat fest, dass Dieser seine Schulden nicht mehr (ganz oder teilweise) bedient. Im Falle der Insolvenz durch Überschuldung ist zunächst einmal nichts sicher und alles möglich, denn die Geschichte lehrt, dass jede Insolvenz anders abläuft. Dennoch existieren viele Erfahrungswerte und somit Parallelen. Umschuldung stände nun auf dem Programm. Der Staat versucht sich durch einen Vergleich mit seinen Gläubigern zu entschulden. Ein Teil der Schulden wird zurückgezahlt und die Restschuld wird gestrichen. Das führt unter anderem bei Staatsanleihen zu empfindlichen Abschlägen. In Deutschland sind neben den vielen Bürgern besonders Pensionsfonds und Versicherer in Staatsanleihen investiert. Man kann sich ja ausrechnen, was die Lebensversicherer an Policen noch auszuzahlen im Stande wären, wenn massenhaft Staatsanleihen ausfallen würden. Zwar werden ausländische Gläubiger im Vergleich zu inländischen Gläubigern meist schlechter gestellt, in dem unterschiedliche Rückzahlungsquoten festgelegt werden. Doch wird der Bürger, als Hauptabnehmer von Staatsschulden, unter dem Strich kaum besser als Andere wegkommen. Wer das Angebot akzeptiert, wird umgeschuldet und wer nicht akzeptiert, bekommt den Schuldendienst gestrichen. Russland und Argentinien haben uns die Umschuldung um die Jahrtausendwende vorgemacht. Wenn alle genannten Maßnahmen die Situation nicht beruhigen, bleibt der Regierung nur noch die letzte Stufe der Pyramide zu erklimmen. Der totale Neuanfang. Der Staat hofft auf die Wiederherstellung des Vertrauens der Kapitalmärkte und Bürger durch eine neue Währung. Währungsreform! Währungsschnitt! Der Staat entschuldet sich, in dem seine Gläubiger (Bürger) enteignet werden. </p>
<h4>Welche Lehren ziehen wir daraus?</h4>
<p>Ein Staat geht nicht wirklich Pleite. Er wird nicht liquidiert. Es gibt mehrere Möglichkeiten, einer Überschuldung zu begegnen. Neben dem frühzeitigen Sparen, dem Sanieren, dem Umschulden hat er noch als Ultima Ratio den Währungsschnitt, um sich zu entschulden. Schlussendlich müssten die Gläubiger die Rechnung zahlen. Bürger haften für ihre Staaten. </p>
<p>„Die ewige Dauer des Staates erfordert es, alle hundert Jahre den Staatsbankrott zu erklären, damit der Staat seine Bilanzen wieder in Ordnung bringe“. Mit diesem Zitat wurde Abbé Terray unsterblich und ist mit dieser Aussage heute aktueller den je. </p>
<p>&#169; 18. März 2010/Oliver Roth</p>
<p>* Oliver Roth ist Chefhändler und Börsenstratege der Close Brothers Seydler Bank AG, ein eigenständiges Tochterunternehmen der an der London Stock Exchange gelisteten Close Brothers Group plc, London. Das Unternehmen ist eine der größten Wertpapierhandelsbanken in Deutschland. Roth arbeitet seit 1990 an der Frankfurter Wertpapierbörse und ist seit 1996 bei der Close Brothers Seydler Bank AG. </p>
<p>© Deutsche Börse AG</p>


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		<title>Anleihen: Griechenland macht weiterhin Sorgen</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 14:24:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Boerse Frankfurt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[26. Februar 2010. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Diese Woche ist von äußerst volatilen Kapitalmärkten geprägt. Die Schuldenkrise Griechenlands beherrscht nach wie vor die Rentenmärkte. „Es herrscht ein Klima der allgemeinen Verunsicherung, wie es um die Zukunft des Euros aussieht“, äußert Arthur Brunner von ICF Kursmakler. Die Rating-Agentur S&#38;P kündigte an, dass ein nachlassender Rückhalt in der [...]


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<p><a href="http://trading-cfd.info/wp-content/uploads/2010/02/griechenland.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-773" title="griechenland" src="http://trading-cfd.info/wp-content/uploads/2010/02/griechenland.jpg" alt="" width="96" height="96" /></a>26. Februar 2010. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Diese Woche ist von äußerst volatilen Kapitalmärkten geprägt. Die Schuldenkrise Griechenlands beherrscht nach wie vor die Rentenmärkte. „Es herrscht ein Klima der allgemeinen Verunsicherung, wie es um die Zukunft des Euros aussieht“, äußert Arthur Brunner von ICF Kursmakler.</p>
<p>Die Rating-Agentur S&amp;P kündigte an, dass ein nachlassender Rückhalt in der Bevölkerung für die Sparmaßnahmen der Regierung innerhalb eines Monats die Herabstufung um bis zu zwei Stufen von derzeit BBB+ nach sich ziehen könnte. Für Griechenland komme das ganz hart, weil die Regierung den Spagat schaffen müsse, die versprochenen Einsparungen im Staatshaushalt durchzudrücken und gleichzeitig dafür in der Bevölkerung die Akzeptanz für die teilweise drastischen Einschnitte zu gewinnen, meint Brunner. „Dass dies gelingt, bezweifelt die Finanzwelt, und wird es immer schwieriger für Griechenland, die geplante neue Anleihe in den nächsten Wochen erfolgreich zu platzieren. Es sei denn, die restlichen Euro- Staaten würden sich zu konkreten Hilfsmaßnahmen durchringen.“</p>
<div><span><img src="http://www.boerse-frankfurt.de/DE/MediaLibrary/Image/70_interview_partner/10_a_g/daniel_120x125.jpg" alt="" /><span>Daniel</span></span></div>
<p>„Eine Herabstufung hätte weitreichende Folgen“, erläutert Gregor Daniel von der Wertpapierhandelsgesellschaft Walter Ludwig dazu. Die EZB könne dann griechische Anleihen nicht mehr als Sicherheit akzeptieren. Viele institutionelle Investoren müssten die Anleihen aus dem Portfolio nehmen. „Postbank, Deutsche Bank und die Eurohypo haben schon verlauten lassen, dass sie keine neuen griechischen Anleihen mehr kaufen werden.“</p>
<h4>Konjunkturdämpfer</h4>
<div><span><img src="http://www.boerse-frankfurt.de/DE/MediaLibrary/Image/70_interview_partner/10_a_g/brunner_120x125.jpg" alt="" /><span>Brunner</span></span></div>
<p>Jede Menge Konjunkturdaten in dieser Woche versetzen der Hoffnung auf ein baldiges Ende der Konjunkturkrise einen Rückschlag. „Am besten fiel noch der Ifo-Geschäftsklimaindex aus, der witterungsbedingt leichte Einbußen hinnehmen musste, aber bei den Konjunkturerwartungen weiterhin positiv gestimmt ist“, erzählt Brunner. Viel schlechter sei die Stimmung jedoch bei den Verbrauchern auf beiden Seiten des Atlantiks. In den USA ist das Verbrauchervertrauen bezogen auf die Beurteilung der derzeitigen Lage so schlecht wie seit 27 Jahren nicht mehr, und auch die neuesten Arbeitsmarktzahlen bestätigen diese Auffassung. In Deutschland ist der GfK-Konsumklimaindex zum fünften Mal in Folge rückläufig. „Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass der Bund-Future deutlich zulegen konnte, da sowohl Konjunkturängste als auch die Verunsicherung über die Zukunft des Euro die Liquidität in die Anleihen der soliden Staaten drängt“, kommentiert Brunner.</p>
<p>Eine zehnjährige Bundesanleihe bringt derzeit eine Rendite von 3,1 Prozent. Die zweijährigen lägen mit 0,98 Prozent nahe des Rekordtiefs seit Einführung der Gemeinschaftswährung, schreiben die Volkswirte der HSH Nordbank. Zum Vergleich: Eine zweijährige Euro-Staatsanleihe bringt durchschnittlich 1,53 Prozent, eine zehnjährige 3,93 Prozent. Der Renditeabstand zehnjähriger griechischer Staatsanleihen zu Bundesanleihen ist von 318 auf 351 Basispunkte gestiegen, die aktuelle zehnjährige Rendite der Griechenlandanleihe beträgt 6,62 Prozent. Der Bund-Future notiert zur Mittagszeit bei 124,14 Prozentpunkten</p>
<h4>Euro-Staatsanleihen mit attraktivem Renditeniveau</h4>
<p>Die Ängste um Griechenlands Staatsfinanzen haben zumindest einige Anleger nicht abgehalten, sich wieder iBoxx-ETFs zuzuwenden. Allerdings seien die Käufe sehr zurückhaltend und selektiv erfolgt, wie die Market Maker der HypoVereinsbank durchgeben.</p>
<h4>Vergehende Lust auf Neuemissionen</h4>
<p>„Die höheren Risikoaufschläge und die aktive Emissionstätigkeit der so genannten Peripherie-Anleihen – also Staatsanleihen aus der zweiten Reihe – schwächt die Nachfrage für Unternehmensanleihen ab“, weiß Klaus Stopp von der Baader Bank. Im Vergleichszeitraum 2009 seien viermal so viel Corporate Bonds emittiert worden als bisher in 2010. „Daher verwundert es nicht, dass es am Primärmarkt wie auch schon in der vergangenen Woche weiter ruhig zugeht. Indirekt dämpft damit die Schuldenkrise der PIIGS-Staaten (d.h. Portugal, Italien, Irland, Griechenland, Spanien. d. R.) die Emissionsfreude der Unternehmen.“ Die Auktionen aus Portugal und Italien gingen problemlos über die Bühne, wie die Volkswirte der HSH Nordbank melden.</p>
<h4>Platz schaffen im Depot</h4>
<p>Daniel beobachtet, dass in den vergangenen Tagen VW-Anleihen (WKNs 780429 und A0T6HS) zurückgegeben wurden. Einen Grund kann der Händler jedoch nicht ausmachen. Von den Privatanlegern waren diese Woche Anleihen in australischen Dollar und norwegischen Kronen nachgefragt. Ansonsten ließen waren im Berichtszeitraum gute Umsätze in allen Anlageklassen beobachten, wobei sich Käufe und Verkäufe die Waage hielten.</p>
<p>© 26. Februar 2010/Dorothee Liebing</p>
<p>© Deutsche Börse AG</p>


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		<title>Anleihen: Die Fed wirbelt die Märkte um</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Feb 2010 13:54:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Boerse Frankfurt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[19. Februar 2010. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Wenig Neues unter der Sonnne im Rentenhandel: So zumindest beschreiben Händler die Marktlage bis gestern. Am Donnerstag jedoch hat die US-amerikanische Notenbank Fed nach Ende der Börsensitzung die Ruhe beendet. Mit der Erhöhung des Diskontsatz um 25 Basispunkte auf 0,75 Basispunkte sei „das Ende ihrer ultralockeren Geldpolitik“ eingeläutet worden, [...]


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<p>19. Februar 2010. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Wenig Neues unter der Sonnne im Rentenhandel: So zumindest beschreiben Händler die Marktlage bis gestern. Am Donnerstag jedoch hat die US-amerikanische Notenbank Fed nach Ende der Börsensitzung die Ruhe beendet. </p>
<p>Mit der Erhöhung des Diskontsatz um 25 Basispunkte auf 0,75 Basispunkte sei „das Ende ihrer ultralockeren Geldpolitik“ eingeläutet worden, kommentiert Arthur Brunner von ICF Kursmakler den Schritt, der für einige Verwirrung sorgte. Der Diskontsatz liegt gewöhnlich 100 Basispunkte über dem Leitzins. Im Zuge der Finanzkrise wurde die Differenz jedoch verringert, denn der Vertrauensverlust innerhalb des Bankensektors habe zu Liquiditätsengpässen für die Banken geführt, schreiben die Volkswirte der HSH Nordbank. „Die Maßnahme soll nun die Geschäftsbanken dazu ermutigen, sich bei ihrer Refinanzierung auf den privaten Sektor zu verlassen.“ Die Möglichkeit, sich bei der Fed Geld zu leihen, könnte damit wieder mehr als Absicherung im Notfall gesehen werden, meinen die Analysten. Die Fed habe jedoch deutlich gemacht, dass die Erhöhung des Diskontsatzes nicht als Signal für eine weitere Straffung der Geldpolitik zu verstehen sei. „Die Leitzinsen werden noch für einen längeren Zeitraum auf ihrem derzeitigen niedrigen Niveau von 0 bis 0,25 Prozent verharren.“</p>
<div><span><img alt="" src="http://www.boerse-frankfurt.de/DE/MediaLibrary/Image/70_interview_partner/10_a_g/brunner_120x125.jpg" /><span>Brunner</span></span></div>
<p>Bei den Wirtschaftsdaten bot sich diese Woche zunächst ein uneinheitliches Bild und so konnten weder der zum fünften Monat hintereinander nachgebende ZEW-Index noch die deutlich verbesserten Zahlen zum produzierenden Gewerbe des Staates New York als wichtiger Frühindikator den Bund-Future beeinflussen. „Gerade die Zahlen aus Amerika wurden an Dienstagnachmittag von den Akteinmärkten fast euphorisch aufgenommen und waren mit ein Grund dafür, dass der DAX innerhalb von zwei Tagen um drei Prozent zulegen konnte, während der Bund-Future nahezu unverändert notierte“, berichtet Brunner. </p>
<p>Erst am Donnerstag hätten die stark gestiegen Erzeugerpreise in den USA dem Bund-Future einen negativen Stempel aufgedrückt. „Die überraschende Diskontsatzerhöhung brachte heute früh weiteren Druck auf die Rentenmärkte und drückte den Bund-Future bis auf sein Wochentief von 122,58 Prozentpunkten.“ Allerdings sei alles gesittet und in ruhigen Bahnen abgelaufen, beschreibt Gregor Daniel von der Wertpapierhandelsgesellschaft Walter Ludwig die Situation auf dem Parkett.</p>
<p>Der Bund-Future notiert zur Mittagszeit bei 122,75 Prozent. Eine zehnjährige Bundesanleihe wirft eine Rendite von 3,25 Prozent.</p>
<h4>Neue Anleihen aus Europas Süden</h4>
<p>Während die Staatsanleihen Portugals, Italiens und Spaniens im Vergleich zur Vorwoche den Renditeabstand zu den Bundesanleihen leicht verringern konnten, mussten die griechischen Staatsanleihen einen Kursrückgang verbunden mit einem Renditeanstieg von 34 Basispunkten im zehnjährigen Bereich hinnehmen, was den Spread zur vergleichbaren Bundesanleihe von 297 auf 321 Basispunkte ansteigen ließ. </p>
<p>Portugal konnte diese Woche eine einjährige Anleihe im Volumen von einer Milliarden Euro mit einer Rendite von 1,173 Prozent platzieren (ISIN PTPBTDGE0012). Das Papier sei 2,2 -fach überzeichnet gewesen, erzählt der Skontroführer. Mit Spannung wurde die Emission einer fünfzehnjährigen spanischen Staatsanleihe im Volumen von 5 Milliarden Euro erwartet. „Diese galt als Test für die anstehenden Emissionen aus den südeuropäischen Problemstaaten. Doch dank einer attraktiven Ausstattung – 21,6 Basispunkte Renditevorteil gegenüber der bereits bestehenden spanischen Staatsanleihe – war die Platzierung ein voller Erfolg.“ Das Papier (ISIN: ES00000122E5) hat einen Kupon von 4,65 Prozent und ist Ende Juli 2025 fällig. Aktuell notiert es bei 100,6 Prozent. </p>
<h4>Dunkle Wolken über Großbritannien</h4>
<p>Neben Europas Sorgenkinder im Süden rückt nun auch Großbritannien in den Fokus der Marktteilnehmer. Laut einem Bericht in der Financial Times Deutschland steht es um die Haushaltslage der Briten schlimmer als bei den Griechen. Das Verhältnis von Schulden und Bruttoinlandsprodukt verschlechtere sich deutlich schneller als in Portugal, Italien, Griechenland und Spanien. Das Defizit sei mit fast 13 Prozent eines der größten weltweit. Sparmaßnahmen und eine Verbesserung der Konjunktur könnte die Lage bessern. Doch auch hier sehe es schlecht aus. Es bliebe noch die Währungsabwertung. „Zumindest in diesem Punkt haben es die Briten etwas besser als die südeuropäischen Sorgenkinder der Eurozone.“</p>
<h4>Fremdwährungsanleihen gesucht</h4>
<p>Wie bereits in der vergangenen Woche kaufen Investoren Anleihen in Türkischer Lira und schlagen der Euro-Schwäche ein Schnäppchen. Gesucht sind die bis 2013 und 2014 laufenden Lira-Anleihen der KFW (WKNs A0Z10U und A1AR39).</p>
<h4>Neuemissionen</h4>
<p>Das neue Papier der Metro AG kommt bei Investoren gut an (WKN A1C92S). Die Anleihe ist mit 4,25 Prozent verzinst und läuft bis 2017. Trotz einer großen Stückelung von 50.000 Euro wird auch die Anleihe des britischen Finanzdienstleisters MAN Group gut nachgefragt, melden die Händler der Hellwig Wertpapierhandelsbank. Hier gibt es einen Kupon von 6 Prozent bei einer Laufzeit bis Februar 2015 (WKN A1ATPS).</p>
<h4>Kurz vor Schluss gekauft</h4>
<p>„Manchmal wäre für einige Anleger eine Beratung wünschenswert“, sagt Brunner, denn anders sei es nicht zu erklären, dass es noch Käufer für eine Anleihe der Bayerischen Landesbank (WKN BLB5KL) gibt, obwohl die Emittentin zum 18. Juni diesen Jahres ein Kündigungsrecht habe und dieses bei einem Kupon von 6 Prozent auch ausüben werde. Große Umsätze waren weiterhin in der 4,5 Prozent Nachranganleihe der IKB (WKN: 273032) zu beobachten. Hier scheint eine Rendite von 12,48 Prozent bei einer Laufzeit bis zum Juli 2013 für die Anleger attraktiv zu sein. </p>
<p>&#169; 19. Februar 2010/Dorothee Liebing </p>
<p>© Deutsche Börse AG</p>


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		<title>Anleihen: Von fernen Ländern gelockt</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Feb 2010 17:39:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Boerse Frankfurt</dc:creator>
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<p>12. Februar 2010. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Eindeutig drücken wieder die Turbulenzen um die griechischen Staatsfinanzen dem Rentenmarkt ihren Stempel auf. „Die übrigen Wirtschaftsdaten wie der gestiegene Export oder das schwächer als erwartet ausgefallene deutsche Bruttoinlandsprodukt sind dadurch in den Hintergrund getreten“, beschreibt Arthur Brunner von ICF die Situation für die Marktteilnehmer.</p>
<p>Nachdem sich Mitte dieser Woche eine Hilfe für Griechenland abgezeichnet hat, fiel der Bund-Future wieder unter die Marke von 124 Punkte. Das jetzige Niveau stelle lediglich eine Normalisierung um den eigentlichen Trendverlauf dar, meint Brunner. „Jedoch reagierten die Rentenmärkte nicht so nervös wie die Devisenmärkte, die am Donnerstag enttäuscht über das Nichtbenennen konkreter Hilfsmaßnahmen für Griechenland den Euro gegenüber dem US-Dollar wieder auf Talfahrt schickten.“ Der Renditeabstand der zehnjährigen griechischen Staatsanleihe zur vergleichbaren Bundesanleihe verringerte sich im Wochenverlauf von 363 auf 273 Basispunkte. Die aktuelle Rendite beträgt 5,945 Prozent. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe beträgt aktuell 3,21 Prozent. Der Bund-Future notiert heute zur Mittagszeit bei 123,36 Punkten.</p>
<div><span><img alt="" src="http://www.boerse-frankfurt.de/DE/MediaLibrary/Image/70_interview_partner/10_a_g/daniel_120x125.jpg" /><span>Daniel</span></span></div>
<p>Privatanleger greifen nach wie vor zu griechischen Anleihen – vor allem zu Papieren mit kürzeren bis mittleren Restlaufzeiten wie die vor kurzem emittierte bis 2012 laufende griechische Staatsanleihe (WKN A0T6US). „Schaut man sich die Renditekurve an, ist das auch verständlich“, erläutert Gregor Daniel von der Wertpapierhandelsgesellschaft Walter Ludwig. Im zweijährigen Bereich liegt die Rendite bei 5,1 Prozent, Anleihen mit einer Restlaufzeit bringen 5,9 Prozent, eine zehnjährige ebenso.“</p>
<p>Institutionelle Anleger verabschieden sich zunächst, wie in der vergangenen Woche, aus iBoxx-ETFs und greifen stattdessen zu eb.rexx-ETFs mit Bundesanleihen. Allerdings, so geben die Market Maker von der Hypovereinsbank durch, hätten die Verkäufe in iBoxx-ETFs weitgehend nun aufgehört, seit die EU eine Unterstützung für Griechenland zugesagt hat. Doch es sei noch nicht zu einer Trendwende gekommen.</p>
<h4>Euro-Schwäche macht Währungs-Anleihen beliebt</h4>
<p>Die Schwierigkeiten der PIGS-Staaten – wie die europäischen Peripheriestaaten mit Finanz- und Bonitätsschwierigkeiten nun genannt werden – und die daraus folgende Euroschwäche lasse einige Investoren nun wieder zu Währungsanleihen greifen, meldet Daniel. Jedoch ist nicht der US-Dollar gefragt, sondern Südafrikanischer Rand oder Türkische Lira. Gekauft wurde ein Papier der KfW, notiert in Südafrikanischem Rand (WKN A0E9TN). Die Anleihe läuft bis August 2012 und rentiert mit 8,38 Prozent. Eine EIB-Anleihe in Türkischer Lira (WKN A1AR39) mit einer Laufzeit bis 2014 und einer Rendite von 9,83 Prozent war ebenfalss gesucht.</p>
<h4>Im Kielwasser der PIG-Staaten</h4>
<div><span><img alt="" src="http://www.boerse-frankfurt.de/DE/MediaLibrary/Image/70_interview_partner/30_n_s/stopp120x125.jpg" /><span>Stopp</span></span></div>
<p>Abzulesen sei die anhaltende Unsicherheit bei Unternehmensanleihen an der Entwicklung der Indexfamilie I-Traxx, deren Einzelindizes den Abstand ihrer Mitgliedsemissionen zu Anleihen mit erstklassiger Bonität widerspiegeln, schreibt Klaus Stopp von der Baader Bank. „Steigt der Indexwert, ist die Nachfrage nach den darin enthaltenden Emissionen zurückgegangen. Oder anders ausgedrückt, der Spread-Aufschlag für Emissionen mit schwacher Bonität nimmt zu.“ Der I-Traxx Europa legte um 5 Basispunkte zu, der X-Traxx Xover um 24.</p>
<p>Hochzinsanleihen sind derzeit also wenige beliebt. Abzulesen ist diese Entwicklung auch am Beispiel der Heidelberger-Zement-Anleihen, die vor einiger Zeit emittiert worden sind. Beide Papiere, sowohl die bis 2020 (WKN A1C90N) und die bis 2015 (WKN A1C90M) laufende Anleihen, sind im gegenüber der vergangenen Woche nochmals gefallen und notieren einiges unter dem Reoffer-Preis.</p>
<p>Multicredit-Anleihen mit Focus Südeuropa konnten größere Kursgewinne verbuchen, allerdings war hier das Interesse der Anleger nicht allzu groß.</p>
<p>Im Schatten dieser Großereignisse verkündete die IKB diese Woche den Garantierahmen des Soffin um 2 Euro auf 10 Milliarden zu reduzieren. Daraufhin kam es vor allem am Mittwoch zu größeren Umsätzen in einer Nachranganleihe der IKB (WKN 273032). Das Papier hat einen Coupon von 4,5 Prozent und ist im Juli 13 fällig. Bei einem Preis von 78,5 beträgt die Rendite 12,66 Prozent. </p>
<h4>Tausch bei Venezuela-Anleihe</h4>
<p>Die US-Dollar-Stärke auf der anderen Seite führt nicht zu besonderen Nachfrage bei US-Dollar-Anleihen. Es ist jedoch bei einer Venezuela-Anleihe in US-Dollar vermutlich zu Gewinnmitnahmen (WKN A0DDU8) gekommen. Das Papier wurde in eine etwas länger laufende Euro-Anleihe getauscht (WKN A0DZ45).</p>
<p>&#169; 12. Februar 2010 / Dorothee Liebing</p>
<p></p>
<table cellspacing="0" cellpadding="0">
<thead>
<tr>
<th>Emittent / Typ</th>
<th>Laufzeit</th>
<th>WKN</th>
<th>Kupon</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>GRIECHENLAND 09/12 </td>
<td>2012</td>
<td><a href="http://www.boerse-frankfurt.de/DE/index.aspx?pageID=108&amp;ISIN=GR0110021236" title="A0T6US">A0T6US</a></td>
<td>4,3 %</td>
</tr>
<tr>
<td>KRED.F.WIED.05/12 MTN RC </td>
<td>2012</td>
<td><a href="http://www.boerse-frankfurt.de/DE/index.aspx?pageID=108&amp;ISIN=XS0225458412" title="A0E9TN">A0E9TN</a></td>
<td>7,25 %</td>
</tr>
<tr>
<td>EIB EUR.INV.BK 10/14 MTN </td>
<td>2014</td>
<td><a href="http://www.boerse-frankfurt.de/DE/index.aspx?pageID=108&amp;ISIN=XS0477880057" title="A1AR39">A1AR39</a></td>
<td>10 %</td>
</tr>
<tr>
<td>HEIDEL.CEMENT NTS 10/20 </td>
<td>2020</td>
<td><a href="http://www.boerse-frankfurt.de/DE/index.aspx?pageID=108&amp;ISIN=XS0478803355" title="A1C90N">A1C90N</a></td>
<td>7,5 %</td>
</tr>
<tr>
<td>HEIDELB.CEM. 10/15 </td>
<td>2015</td>
<td><a href="http://www.boerse-frankfurt.de/DE/index.aspx?pageID=108&amp;ISIN=XS0478802548" title="A1C90M">A1C90M</a></td>
<td>6,5 %</td>
</tr>
<tr>
<td>IKB MTN R.332 </td>
<td>2013</td>
<td><a href="http://www.boerse-frankfurt.de/DE/index.aspx?pageID=108&amp;ISIN=XS0171797219" title="273032">273032</a></td>
<td>7,5 %</td>
</tr>
<tr>
<td>VENEZUELA 04/14 </td>
<td>2014</td>
<td><a href="http://www.boerse-frankfurt.de/DE/index.aspx?pageID=108&amp;ISIN=US922646BM57" title="A0DDU8">A0DDU8</a></td>
<td>8,5 %</td>
</tr>
<tr>
<td>VENEZUELA 05/15 INTL </td>
<td>2015</td>
<td><a href="http://www.boerse-frankfurt.de/DE/index.aspx?pageID=108&amp;ISIN=XS0214851874" title="A0DZ45">A0DZ45</a></td>
<td>7 %</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>© Deutsche Börse AG</p>


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		<title>Anleihen: Exoten wandern ins Depot</title>
		<link>http://trading-cfd.info/anleihen-exoten-wandern-ins-depot-2/</link>
		<comments>http://trading-cfd.info/anleihen-exoten-wandern-ins-depot-2/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 05 Feb 2010 19:19:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ETF-Indexfonds.de</dc:creator>
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		<description><![CDATA[5. Februar 2010. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Portugal und Spanien rücken immer mehr in die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer. „Die Zweifel nehmen zu, ob die Länder ihr Haushaltsdefizit in den Griff bekommen“, erklärt Arthur Brunner von ICF Kursmakler. Die Volkswirte der HSH Nordbank melden eine Ausweitung der Renditeabstände im zehnjährigen Laufzeitbereich bei portugiesischen Anleihen um 200 Basispunkte [...]


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<p>Der Euro-Bund-Future ist in den vergangenen fünf Handelstagen auf 124,2 Prozentpunkte geklettert. Eine Bundesanleihe mit zehnjähriger Restlaufzeit wirft eine Rendite von 3,119 Prozent ab.</p>
<h4>Länderrisiken vermeiden</h4>
<p>Der Aufruhr um Griechenlands Finanzsituation hat sich etwas gelegt. Die Renditen sind leicht gefallen. Privatanleger steigen wie in den vergangenen Wochen noch in griechische Anleihen ein, während spanische oder portugiesische Papiere nicht nachgefragt werden. Die Spezialisten im Handel mit Renten-ETFs beobachten jedoch auch in dieser Woche, dass sich nicht wenige Anleger von iBoxx-ETFs, die europäische Euro-Staatsanleihen beinhalten, trennen. Stattdessen greifen sie nach deutschen Renten-ETFs quer durch alle Laufzeiten.</p>
<h4>Schwacher Euro macht den US-Dollar interessant</h4>
<p>Die drohenden Schwierigkeiten in den südeuropäischen Ländern bringen auch den Euro unter Druck. Die Gemeinschaftswährung hat gegenüber dem US-Dollar in den vergangenen Handelstagen kräftig verloren. Allerdings beobachten die Skontroführer im Handel mit Anleihen keine besonders gestiegene Nachfrage nach in US-Dollar notierten Anleihen. Dagegen meldet ETF Securities, die Währungs-ETCs anbieten, einen auf 49 Millionen gestiegenes Volumen in Währungs-ETCs und ein enorm zunehmendes Handelsvolumen. Anleger würden Long-Positionen in US-Dollar aufbauen und sich ob der zunehmenden Schuldenkrise in Griechenland vom Euro abwenden.</p>
<h4>Das Risiko rückt wieder mehr in den Fokus</h4>
<div><span><img src="http://www.boerse-frankfurt.de/DE/MediaLibrary/Image/70_interview_partner/10_a_g/brunner_120x125.jpg" /><span>Brunner</span></span></div>
<p>Mit den einknickenden Aktienmärkten haben auch Unternehmensanleihen leicht in der Gunst der Investoren verloren. Die noch relativ jungen Anleihen von Heidelberger Zement beispielsweise haben in den vergangenen Tagen etwas an Kurswert eingebüßt und notieren beide leicht unter ihrem Start-Preis (WKN A1C90M und A1C90N).</p>
<p>Mit der zunehmenden Risikoaversion kann Brunner beobachten, dass Multicredit-Anleihen vermehrt verkauft werden. Dagegen erscheinen einigen Anlegern konservative Stufenzinsanleihen interessant. Ein Papier der DZ-Bank (WKN DZ1HLS) wird in dieser Woche gerne gekauft. Die Anleihe läuft bis Februar 2015 und bringt Anlegern zunächst einen Zinssatz von 2,45 Prozent. Im Februar 2012 steigt der Zinssatz auf 3 Prozent. „Allerdings hat die Bank zu diesem Zeitpunkt auch ein Kündigungsrecht. Sollte der Zinssatz im Februar 2012 unter 3 Prozent stehen, wird sie dieses vermutlich ausüben“, erklärt Brunner.</p>
<h4>Mit Genuss die Rendite einstreichen</h4>
<p>Auffallend ist nach Angaben der Skontroführer der Hellwig Wertpapierhandelsbank die gestiegene Nachfrage nach einem Genussschein der Commerzbank (WKN 803205). Der Schein läuft noch bis Dezember 2010, die Rückzahlung erfolgt am 1. Juli 2011. Unter der Voraussetzung, dass die Commerzbank etwa 90 Prozent des Nennwertes zurückzahlt, erreichen Investoren zurzeit eine Rendite von über 10 Prozent“, erklärt ein Händler. Entsprechend sei es mehr, wenn zu 100 Prozent des Nennwertes zurückgezahlt würde. Das hänge allerdings von der Ertragssituation der Bank ab. „Die Bank hat verlauten lassen, dass sie alles tun würde, damit Investoren nur wenige Einbußen in Kauf nehmen müssten.“</p>
<h4>Linde für kühle Rechner</h4>
<p>Gregor Daniel von der Wertpapierhandelsgesellschaft Walter Ludwig sieht seit Montag einiges Interesse an einer nachrangigen Anleihe des DAX-Unternehmens Linde (WKN 881454). Das Papier notiert bei 99 Prozent und ist mit einem Kupon von 6 Prozent ausgestattet. „Verglichen mit den 3 Prozent einer Bundesanleihe ist dieser Zinssatz absolut attraktiv und der Schuldner vernünftig. Der einzige Haken daran ist, dass das Papier endlos läuft.“ Deswegen sei es allenfalls als Depotbeimischung geeignet.</p>
<p>&#169; 5. Februar 2010 / Dorothee Liebing</p>
<p>© Deutsche Börse AG</p>
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		<title>Anleihen: Exoten wandern ins Depot</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Feb 2010 17:29:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Boerse Frankfurt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[5. Februar 2010. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Portugal und Spanien rücken immer mehr in die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer. „Die Zweifel nehmen zu, ob die Länder ihr Haushaltsdefizit in den Griff bekommen“, erklärt Arthur Brunner von ICF Kursmakler. Die Volkswirte der HSH Nordbank melden eine Ausweitung der Renditeabstände im zehnjährigen Laufzeitbereich bei portugiesischen Anleihen um 200 Basispunkte [...]


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<p>5. Februar 2010. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Portugal und Spanien rücken immer mehr in die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer. „Die Zweifel nehmen zu, ob die Länder ihr Haushaltsdefizit in den Griff bekommen“, erklärt Arthur Brunner von ICF Kursmakler. Die Volkswirte der HSH Nordbank melden eine Ausweitung der Renditeabstände im zehnjährigen Laufzeitbereich bei portugiesischen Anleihen um 200 Basispunkte gegenüber einer vergleichbaren Bundesanleihe. „Die Risikoaufschläge auf italienische und spanische Titel weiteten sich ebenfalls aus“, erklären die Analysten. Im Süden Europas sei jedoch nicht alles schlecht. Spanien – im Vergleich zu Portugal am vorhergehenden Tag &#8211; hätte eine Anleihe im Volumen von 2,52 Milliarden Euro ganz normal platzieren können. Nichtsdestotrotz bieten sich Deutschland und Frankreich als sicherer Hafen für Anleger.</p>
<p>Der Euro-Bund-Future ist in den vergangenen fünf Handelstagen auf 124,2 Prozentpunkte geklettert. Eine Bundesanleihe mit zehnjähriger Restlaufzeit wirft eine Rendite von 3,119 Prozent ab. </p>
<h4>Länderrisiken vermeiden</h4>
<p>Der Aufruhr um Griechenlands Finanzsituation hat sich etwas gelegt. Die Renditen sind leicht gefallen. Privatanleger steigen wie in den vergangenen Wochen noch in griechische Anleihen ein, während spanische oder portugiesische Papiere nicht nachgefragt werden. Die Spezialisten im Handel mit Renten-ETFs beobachten jedoch auch in dieser Woche, dass sich nicht wenige Anleger von iBoxx-ETFs, die europäische Euro-Staatsanleihen beinhalten, trennen. Stattdessen greifen sie nach deutschen Renten-ETFs quer durch alle Laufzeiten.</p>
<h4>Schwacher Euro macht den US-Dollar interessant</h4>
<p>Die drohenden Schwierigkeiten in den südeuropäischen Ländern bringen auch den Euro unter Druck. Die Gemeinschaftswährung hat gegenüber dem US-Dollar in den vergangenen Handelstagen kräftig verloren. Allerdings beobachten die Skontroführer im Handel mit Anleihen keine besonders gestiegene Nachfrage nach in US-Dollar notierten Anleihen. Dagegen meldet ETF Securities, die Währungs-ETCs anbieten, einen auf 49 Millionen gestiegenes Volumen in Währungs-ETCs und ein enorm zunehmendes Handelsvolumen. Anleger würden Long-Positionen in US-Dollar aufbauen und sich ob der zunehmenden Schuldenkrise in Griechenland vom Euro abwenden.</p>
<h4>Das Risiko rückt wieder mehr in den Fokus</h4>
<div><span><img src="http://www.boerse-frankfurt.de/DE/MediaLibrary/Image/70_interview_partner/10_a_g/brunner_120x125.jpg" /><span>Brunner</span></span></div>
<p>Mit den einknickenden Aktienmärkten haben auch Unternehmensanleihen leicht in der Gunst der Investoren verloren. Die noch relativ jungen Anleihen von Heidelberger Zement beispielsweise haben in den vergangenen Tagen etwas an Kurswert eingebüßt und notieren beide leicht unter ihrem Start-Preis (WKN A1C90M und A1C90N). </p>
<p>Mit der zunehmenden Risikoaversion kann Brunner beobachten, dass Multicredit-Anleihen vermehrt verkauft werden. Dagegen erscheinen einigen Anlegern konservative Stufenzinsanleihen interessant. Ein Papier der DZ-Bank (WKN DZ1HLS) wird in dieser Woche gerne gekauft. Die Anleihe läuft bis Februar 2015 und bringt Anlegern zunächst einen Zinssatz von 2,45 Prozent. Im Februar 2012 steigt der Zinssatz auf 3 Prozent. „Allerdings hat die Bank zu diesem Zeitpunkt auch ein Kündigungsrecht. Sollte der Zinssatz im Februar 2012 unter 3 Prozent stehen, wird sie dieses vermutlich ausüben“, erklärt Brunner. </p>
<h4>Mit Genuss die Rendite einstreichen</h4>
<p>Auffallend ist nach Angaben der Skontroführer der Hellwig Wertpapierhandelsbank die gestiegene Nachfrage nach einem Genussschein der Commerzbank (WKN 803205). Der Schein läuft noch bis Dezember 2010, die Rückzahlung erfolgt am 1. Juli 2011. Unter der Voraussetzung, dass die Commerzbank etwa 90 Prozent des Nennwertes zurückzahlt, erreichen Investoren zurzeit eine Rendite von über 10 Prozent“, erklärt ein Händler. Entsprechend sei es mehr, wenn zu 100 Prozent des Nennwertes zurückgezahlt würde. Das hänge allerdings von der Ertragssituation der Bank ab. „Die Bank hat verlauten lassen, dass sie alles tun würde, damit Investoren nur wenige Einbußen in Kauf nehmen müssten.“</p>
<h4>Linde für kühle Rechner</h4>
<p>Gregor Daniel von der Wertpapierhandelsgesellschaft Walter Ludwig sieht seit Montag einiges Interesse an einer nachrangigen Anleihe des DAX-Unternehmens Linde (WKN 881454). Das Papier notiert bei 99 Prozent und ist mit einem Kupon von 6 Prozent ausgestattet. „Verglichen mit den 3 Prozent einer Bundesanleihe ist dieser Zinssatz absolut attraktiv und der Schuldner vernünftig. Der einzige Haken daran ist, dass das Papier endlos läuft.“ Deswegen sei es allenfalls als Depotbeimischung geeignet. </p>
<p>&#169; 5. Februar 2010 / Dorothee Liebing </p>
<p>© Deutsche Börse AG</p>


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		<title>Anleihen aus der Ägäis</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Jan 2010 13:19:30 +0000</pubDate>
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<p>29. Januar 2010. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Nach wie vor halten Griechenlands Staatsfinanzen die Märkte in Atem. Die Sorge um den Euro vergrößert sich. Aufforderungen an Griechenland, seine Staatsverschuldung in Ordnung zu bringen und zukünftig korrekte Statistiken vorzulegen, adressiert die Europäische Zentralbank an die Verantwortlichen in Griechenland. Dennoch sei die EZB kein zahnloser Tiger, kommentiert Rolf Maier von der Baader Bank. Sie könne Griechenland Probleme bereiten, wenn sie wie geplant zum Ende dieses Jahres ihre wegen der Finanzkrise zeitlich befristet reduzierten Anforderungen für Sicherheiten wieder erhöhe. „Es könnte der Fall eintreten, dass die EZB erstmals in ihrer Geschichte nicht mehr die Staatsanleihen eines der Euro-Länder als Sicherheit für Zentralbankgeld akzeptiert“, beschreibt der Rentenhändler das Szenario. Und: „Das hätte schwerwiegende Folgen für die Refinanzierungsmöglichkeiten für die griechischen Banken.“ </p>
<h4>Griechenland verschafft sich Luft</h4>
<p>Griechenland konnte in dieser Woche eine Staatsanleihe in einem Volumen von acht Milliarden Euro platzieren. Die Anleihe läuft bis August 2015 und ist mit 6,1 Prozent verzinst (WKN A1AS0K). Laut Marktbeobachtern zufolge kam das Papier bei diesem Abstand gegenüber einer Bundesanleihe gut an. Über den Berg sei das Land trotzdem nicht, denn im Laufe des Jahres stehe noch ordentlicher Refinanzierungsbedarf an, kommentieren die Volkswirte der HSH Nordbank. „Immerhin hat man sich jetzt etwas Zeit gekauft, um an den Plänen zur Haushaltskonsolidierung zu arbeiten. Von dieser Aktion sollten auch die übrigen als Problemländer gehandelten Adressen profitieren, sofern sie sich ähnlich großzügig wie Griechenland zeigen.“ </p>
<p>Investoren setzen jedoch zum Ende der Woche zur Flucht in die sicheren Häfen der weniger wackeligen Kandidaten an. Denn es werde immer deutlicher, dass auch Portugal, Spanien und seit dem schwachen Verlauf der gestrigen Staatsanleiheauktion auch Italien in Bedrängnis gerate. </p>
<p>Der Euro-Bund-Future bewegte sich in dieser Woche in einem Band 122,9 und 123,5 Punkten und notiert heute zur Mittagszeit bei 123,2. Eine Bundesanleihe mit einer zehnjährigen Restlaufzeit bringt eine Rendite von 3,19 Prozent. </p>
<h4>Nachfrage nach Neuemissionen</h4>
<p>Auch die Neuemissionen von VW und Haniel seien sehr gut aufgenommen worden, melden die Rentenhändler der Hellwig Wertpapierhandelsbank. Die bis 2014 laufende Volkswagenanleihe bietet einen Zins von 3,375 Prozent (WKN 780543). Das neue Papier von Haniel (WKN 601960) bringt 5,875 Prozent und wird im Februar 2017 fällig.</p>
<h4>Risikopapiere werden mit Vorsicht genossen</h4>
<div><span><img alt="" src="http://www.boerse-frankfurt.de/DE/MediaLibrary/Image/70_interview_partner/10_a_g/daniel_120x125.jpg" /><span>Daniel</span></span></div>
<p>Privatanleger setzen wie in der vergangenen Woche auf griechische Staatspapiere, obwohl es auch bei der neu emittierten Anleihe bereits zu einer Ausweitung der Renditeabstände gekommen ist. „Das Papier bringt eine Rendite von 6,64 Prozent bei einem Kurs von 97,5. Zum Vergleich: Eine fünfjährige Bundesanleihe rentiert mit 2,29 Prozent“, berichtet Gregor Daniel von der Wertpapierhandelsgesellschaft Walter Ludwig. </p>
<p>Rainer Petz von Close Brothers Seydler kann beobachten, dass sich vor allem institutionelle Anleger aus den hochverzinslichen, risikoreicheren Papieren zurückziehen, während Privatanleger an dieser Wertpapierkategorie noch Gefallen finden. </p>
<p>&#169; 29. Januar 2010 / Dorothee Liebing </p>
<p>© Deutsche Börse AG</p>


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		<title>Anleihen: Griechische Anleihen fühlen sich bei Privatanlegern wohl</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Jan 2010 15:39:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Boerse Frankfurt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[22. Januar 2010. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Die europäischen Sorgenkinder Griechenland, Portugal und Spanien stehen wegen ihrer hohen Staatsverschuldung auch diese Woche im Rampenlicht. Die Renditeabstände der griechischen Staatsanleihen zu den deutschen Pendants haben sich nochmals ausgeweitet und liegen nun im zehnjährigen Bereich drei Prozentpunkte über der Rendite einer Bundesanleihe. „Noch profitieren deutsche Staatsanleihen von ihrem [...]


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<p>22. Januar 2010. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Die europäischen Sorgenkinder Griechenland, Portugal und Spanien stehen wegen ihrer hohen Staatsverschuldung auch diese Woche im Rampenlicht. Die Renditeabstände der griechischen Staatsanleihen zu den deutschen Pendants haben sich nochmals ausgeweitet und liegen nun im zehnjährigen Bereich drei Prozentpunkte über der Rendite einer Bundesanleihe. „Noch profitieren deutsche Staatsanleihen von ihrem Status als sicherer Hafen und loten möglicherweise gerade die Renditetiefs für 2010 aus“, meinen die Volkswirte der Helaba. Doch Marktteilnehmer vermuten, dass die Renditen wieder steigen werden. Die Risikoprämien, die Investoren fordern, steigen nämlich allmählich wieder.</p>
<p>Für Unruhe sorgte gestern eine Rede des US-Präsidenten Barrack Obama. Er will ein Gesetzentwurf durchbringen, der Banken und Finanzinstitute beschränken wird. Banken müssen sich demnach entscheiden, ob sie Kundengeschäft oder Eigenhandel betreiben wollen. Die Geschäftstätigkeiten müssten damit in Zukunft getrennt werden. Das brachte nicht nur die Aktien der Finanzinstitute unter Druck, sondern auch deren Anleihen. Wie Händler beobachten können, haben vor allem nachrangige Daueranleihen an Kurswert verloren. Doch es bestehe kein großer Abgabedruck. Allerdings waren Staatsanleihen Nutznießer der Marktbewegung.</p>
<p>Der Euro-Bund-Future bewegt sich diese Woche in einem Band zwischen 122,2 am Wochenanfang und 123,4 Punkten heute zur Mittagszeit. Eine zehnjährige Bundesanleihe bringt eine Rendite von 3,2 Prozent.</p>
<h4>Privatanleger lieben Griechenland</h4>
<p>Während sich institutionelle Anleger eher aus europäischen Staatsanleihen-ETFs verabschieden und sich in den heimischen, sicheren Hafen begeben, setzen nach Angaben der Händler Privatanleger gerne auf das in etwas stürmischerer See schaukelnde Schiffchen der griechischen Staatsanleihen. Vorwiegend kaufen sie Anleihen mit einer kürzeren Restlaufzeit, z.B. die bis 2012 laufenden Papiere (WKN A0LN5U und A0T6US).</p>
<h4>Anleihen aus Down Under</h4>
<div><span><img alt="" src="http://www.boerse-frankfurt.de/DE/MediaLibrary/Image/70_interview_partner/10_a_g/daniel_120x125.jpg" /><span>Daniel</span></span></div>
<p>Die weltweite zunehmende Staatsverschuldung lässt Australien weiterhin in einem rosigen Licht erstrahlen. Gemessen an einer Staatsverschuldung von 21 Prozent des Bruttoinlandsproduktes ist Australien bzw. der australische Dollar ein attraktiver Investmentkandidat. „Anleger rechnen damit, dass der Australische Dollar gegenüber dem Euro gewinnen wird. Unterstützt wird diese Marktmeinung durch die räumliche Nähe Australiens zu China. Das Land dürfte mehr vom chinesischen Wirtschaftswachstum profitieren. Zudem hat Australien bereits die Zinsen erhöht“, erklärt Gregor Daniel von der Wertpapierhandelsgesellschaft Walter Ludwig die Vorliebe für Unternehmensanleihen, die in australischen Dollar notiert sind. Gekauft werden Papiere von Nestlé (WKN A1AQCN) sowie der Rabobank (WKN A1AKDU).</p>
<h4>Flut an Neuemissionen hält an</h4>
<p>Neuemissionen überfluten den Markt. Solange die Banken mit ihrer Kreditvergabe zurückhaltend bleiben, müssen sich die Unternehmen über den Markt finanzieren. „Allein in den ersten beiden Wochen des Jahres haben sich Unternehmen über Unternehmensanleihen Mittel in der Größenordnung von 12 Mrd. Euro beschafft“, berichtet Klaus Stopp von der Baader Bank. Allerdings wirft die rege Emissionstätigkeit die Frage auf, wie lange der Markt bereit und fähig sei, diese großen Emissionsvolumina zu absorbieren. Eine leichte Müdigkeit scheint sich bereits abzuzeichnen. VW wird eine Anleihe bringen, die mit 3,375 Prozent verzinst wird und die bis Juli 2014 läuft. „Alle, die dieses Papier gezeichnet haben, haben auch eine Zuteilung bekommen. Das ist noch ein ganz anderes Bild als vor einem Jahr, wo die Nachfrage das Angebot weit überstiegen hat“, kommentiert Gregor Daniel die jüngste Emission, die nächste Woche an der Börse eingeführt wird.</p>
<p>Gut aufgenommen wurde eine neue Österreich-Anleihe (WKN A1ASCX), die mit 3,2 Prozent verzinst ist und bis Februar 2017 läuft. Unter den Unternehmensanleihen fand das neue Papier der Daimler AG – der Kupon beträgt 3 Prozent, die Laufzeit drei Jahre (WKN A1C9VP) – regen Absatz. Investoren, die es etwas riskanter lieben, dafür aber mit einer höheren Verzinsung belohnt werden wollen, setzen auf das neue Papier der Solarworld (WKN A1CR73). Fällig wird das Papier, das mit 6,125 Prozent verzinst wird, im Januar 2017. Das Papier werde von Privatanlegern rege nachgefragt und notierte zunächst bei 100,4 Prozent, habe aber inzwischen im Kurs wieder etwas eingebüßt. </p>
<p>&#169; 22. Januar 2010 / Dorothee Liebing</p>
<p>© Deutsche Börse AG</p>


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