Zurückhaltende Insider in europäischen Konzernen

Die Buy/Sell Ratio im Januar 2010

Die Insider sind in diesem Januar deutlich vorsichtiger als im vergangenen und kaufen nur unwesentlich mehr als sie verkaufen: Die Buy /Sell Ratio beträgt 0,5 in 2010 im Vergleich zu 4,13 im Januar 2009. Im Hinblick auf die Entwicklungen der vergangenen Monate bewegen sich die Insider gegenwärtig im neutralen Bereich.

Die Buy /Sell-Ratio misst das Verhältnis von Insiderkaufvolumen zu -verkaufsvolumen. Für Europa bedeuten Werte von 1,0 und höher ein relativ optimistisches Sentiment der Insider, fällt die Ration unter 0,3 sind die Insider pessimistisch eingestellt.

Top Buys/Sells Europa

Auf den ersten Blick ein aktiver spanischer (Banken-) Monat. Das liegt nicht daran, dass weite Teile Mittel und Nordeuropas in Schneestarre liegen. „Bei spanischen Banken wird traditionell viel gehandelt“, erläutert Patrick Hable von 2iQ Research. Außerdem sei deutlich, dass Insider aufgrund der Quartalsberichtssaison Zurückhaltung üben, institutionelle Anleger bestimmen daher das Bild im Januar.

Top Käufe: Bei der griechischen Proton Bank hat sich der neue Chairman mit einer großen Block-Transaktion (fast 30 Prozent) eingekauft und dafür die Anteile der Piräus Bank abgekauft. Auch bei dem norwegischen Nahrungsmittelkonzern Marine Harvest Asa wurden große Käufe durch den Chairman beobachtet. Top Verkäufe: Es wurden Verkäufe in größerem Umfang bei der Schweizer SONOVA (Hörgeräte) beobachtet.

DAX® vs. DAXplus® Directors Dealings

Der DAXplus® Directors Dealings Index hat sich seit Auflage im Dezember 2008 um knapp 30 Prozent besser entwickelt als der DAX® Index. In der historischen Zurückrechnung erkennt man klar, dass er seine Stärke im Aufwärtstrend hat. Deutlich wird auch die relative Zurückhaltung der Insider nach der Lehman-Insolvenz bis ungefähr März 2009.

Hintergrund

Deutsche Börse Market Data & Analytics und 2iQ Research berichten monatlich aus den Aktivitäten der europäischen Insider. Insider sind Vorstände und Aufsichtsräte börsennotierter Aktiengesellschaften und ihre jeweiligen Angehörigen. Seit Januar 2003 sind Geschäfte von Insidern mit Wertpapieren des eigenen Unternehmens EU-weit innerhalb einer Frist von fünf Tagen meldepflichtig.

Weitere Informationen

© Deutsche Börse AG

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